Weihnachtsabend – aufgeführt von Schülern
Am 13. Dezember führten die Schüler der Grundschule Páneurópa ihr Weihnachtsprogramm für das Publikum im Kulturhaus Mihály Táncsics auf, damit sie das lange Warten in der Adventszeit erleichtern. Das Programm wurde aus Gedichten, Liedern und Bühnenspielen zusammengestellt und die Schüler auf der Oberstufe nahmen daran teil. Die Gedichte gingen natürlich um die Adventszeit, „wenn immer ein Lichtlein mehr” brennt, dann um den Tannenbaum, um die Weihnachtsvorbereitungen und die Heilige Nacht. Inzwischen konnten die Gedanken der Zuschauer „sehnsuchtsvoll zurück in die Kindheit mit all dem geheimnisvollen Zauber, der diese Zeit umgibt”, gehen.
Zwischen den Gedichten ertönten das Singen des Schulchors und die wunderschönen Weihnachtsmelodien brachten allen das echte Festgefühl mit. Die schon wohl bekannten Lieder waren „Am Adventskranz die Lichter brennen”, „Süßer die Glocken nie klingen”, „Alle Jahre wieder”, „Leise rieselt der Schnee” und selbstverständlich am Ende des Programms „Die stille Nacht” als der Höhepunkt des Abends.
Die Schüler amüsierten die Zuschauer auch mit zwei Bühnenspielen. Das erste war ein ernsthafteres Stück von der siebten Klasse, das in unserer hektischen Zeit spielte. Die Weihnachtszeit ist die Zeit, wenn die Familie etwas näher zusammenrückt, man fin d e t Zeit, miteinander zu reden, Gedanken auszutauschen. Aber heutzutage geht es immer mehr um die Äußerlichkeiten, das heißt: womit könnten wir das Fest noch prächtiger machen und wir haben keine Zeit und Energie mehr für die echten menschlichen Gedanken und Gefühle.
Dieses Problem wurde in dem Bühnenspiel „Sag, wo liegt Bethlehem” ausgedrückt. Tief berührt wurde das Publikum, als die Rollen spielenden Kinder das Hauptmotiv zusammenfassten. „In Bethlehem gibt es ein Zuhause, Geborgenheit und Wärme”, aber die Menschen von heute wissen gar nicht, wo dieses Bethlehem ist. Sie denken, es liegt im Reichtum, im Essen, Finanzamt oder in der Schönheit, aber sie irren sich sehr. Wir finden es bestimmt, wenn wir „einfache Kerzen, Tannenzweige, eine Krippe und viel Liebe im Herzen haben.
Das zweite Spiel brachte die Zuschauer zur Geburt vom Christkind zurück, das war „Die Hirten von Bethlehem” von Bernhard Lins. In dieser Nacht erschien der Engel den einfachen Hirten auf der Weide, und nicht den Reichen und Mächtigen, und er verkündete ihnen, dass IHNEN der Heiland geboren ist. So gingen sie hin zur Krippe in Bethlehem und beteten ihn an. Der Höhepunkt war ohne Zweifel am Ende der Szene, als die Zuschauer bemerkten, dass das Christkind in den Armen von Maria vor der Höhle von dem zweimonatlichen Bruder einer unserer Schülerinnen verkörpert wurde. Das Bühnenbild war so wirklich, dass das Publikum begeistert und fast mit Tränen in den Augen Beifall klatschte.
Am Ende des Abends tanzten und sangen die Kinder aus dem zusammengezogenen Kindergarten Nummer Eins. Nach dem Programm wurden die Kinder von der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung reichlich bewirtet, schönen Dank dafür.
Katalin Czwick-Hermann
Grundschule Páneuropa