Faschingsbeerdigung 2008
Der Januar und der Februar vergehen im Zeichen des Faschings. Die Bezeichnung „Fasching” haben die Ungarn von den Deutschen übernommen, die sie aus den spielerischen Scherzen schmutziger Witzbolde geformt haben: an diesem Tag haben sie verschiedene Spiele und Narreteien aufgeführt, sie haben sich bewirten lassen, allerlei Unfug getrieben und sich unterhalten. Ein wichtiger Bestandteil des Faschingsbrauchtums ist das Faschingsbegraben. Es fand meistens kurz vor Mitternacht des letzten Faschingstags statt. Nachdem die Tanzunterhaltung um 11 Uhr durch das Fastenläuten beendet wurde. Bei uns in Schorokschar feiern wir jedes Jahr die Begrabung des Winters. Die Organisatoren der traditionellen Veranstaltung sind die Deutsche Minderheitenselbstverwaltung und der Deutschklub. Am 5. Februar waren die Räume des Kulturhauses Táncsics voll. Das Programm fing Nachmittag um vier Uhr an. Michael Ullmann, der Vorsitzende der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung von Schorokschar begrüßte die Gäste und Zuschauer. Die Zuschauer amüsierten sich herrlich, als Jakob Roth einige Lieder von „Pipihändi” vorgetragen hat. Das Programm wurde von dem schwäbischen Liederkranz des traditionsbewahrenden Chores bereichert und die Tanzgruppe der Grundschule Grassalkovich führte einige schwäbische Tänze vor. Inzwischen wurden der traditionelle Faschingskrapfen und der Wein aufgetischt. Zum Schluss sollte der Fasching „beerdigt” werden. Ein richtiger Leichenzug kam herein: vorn der Kantor, der Pfarrer und die Frau des Faschings „Seppi”. Hinter ihnen trugen einige Männer den Fasching in seinem Sarg, inzwischen wurde getrauert und gejammert. Das Publikum lachte während des Nachmittags sehr viel. Die Gäste wurden wieder mit schönen, bleibenden Erlebnissen bereichert.